Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren sind das städtische Rückgrat der Gefahrenabwehr. Wir setzen uns für moderne Fahrzeuge, gute Schutzausrüstung, zeitgemäße Gerätehäuser, ausreichend Personal sowie regelmäßige Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten ein. Das Ehrenamt in den Freiwilligen Feuerwehren wollen wir durch gute Rahmenbedingungen, Nachwuchsarbeit und bessere Vereinbarkeit mit Beruf und Familie stärken.
Katastrophenschutz gelingt nur gemeinsam. THW, DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG und weitere Organisationen leisten unverzichtbare Arbeit bei technischer Hilfe, Betreuung, Sanitätsdienst, Wasserrettung, Notversorgung und Logistik. Wir wollen ihre Zusammenarbeit mit der Stadt weiter stärken, gemeinsame Übungen fördern und ihre Arbeit dauerhaft in der städtischen Krisenplanung absichern. Für die Einbindung von Spontanhelfenden sollen Koordinierungsprozesse erarbeitet und eine Plattform zur Registrierung geschaffen werden.
Bei Stromausfällen, Extremwetter oder anderen Großlagen brauchen Menschen verlässliche Informationen und erreichbare Orte für Hilfe. Wir wollen Bevölkerungsschutz-Leuchttürme, Notstromversorgung und Krisenkommunikation weiterentwickeln. Warnungen und Hilfsangebote müssen barrierefrei, mehrsprachig, verständlich und auch ohne Smartphone zugänglich sein. Die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Personen sollen transparent gemacht und der Aufbau der Kapazitäten entsprechend der NATO-Grundanforderungen für zivile Krisenvorsorge von insgesamt 2 Prozent der Wohnbevölkerung unterstützt werden.
Gute Vorsorge braucht Vertrauen und Wissen. Deshalb wollen wir regelmäßige Informationsveranstaltungen in Stadtteilen, Schulen, Senior*inneneinrichtungen und Nachbarschaftszentren unterstützen. Feuerwehr, Katastrophenschutz, THW, Hilfsorganisationen und Fachbehörden sollen dort über Selbstschutz, Warnsysteme, Verhalten bei Stromausfall, Starkregen, Hitze, Evakuierungen und besonderen Gefahrenlagen informieren.
In Braunschweig-Thune wird bei Eckert & Ziegler und weiteren Betrieben mit radioaktiven Stoffen umgegangen. Auch wenn die Aufsicht beim Land Niedersachsen liegt, hat die Stadt eine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. Wir setzen uns für transparente Information, verständliche Messdaten, klare Notfallpläne und regelmäßige Übungen für radiologische Lagen ein. Meldepflichtige Ereignisse und mögliche Risiken müssen nachvollziehbar kommuniziert werden. Dazu gehören auch öffentliche Informationsveranstaltungen für Anwohnende, bei denen Stadt, Land, Fachbehörden, Feuerwehr und Betreibende Rede und Antwort stehen.
Wasser, Energie, Gesundheit, Kommunikation, Verkehr und Lebensmittelversorgung müssen auch in Krisen funktionieren. Wir wollen Notstromkonzepte, sichere Kommunikationswege, Trinkwassernotversorgung, Schutz vor Cyberangriffen und klare Pläne für besonders verletzliche Gruppen stärken.
Hier kannst du ganze Kapitel als PDF runterladen: Kapitel 12: Braunschweig krisenfest machen.
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