Die kommunale Wärmeplanung ist das Herzstück einer verlässlichen Energiepolitik. Wir möchten allen Eigentümer*innen und Mieter*innen Planungssicherheit beim Umstieg auf zukunftsfähige Energieversorgung geben.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadtverwaltung für alle Stadtteile verlässliche Konzepte zur Wärmeversorgung vorlegt. Unser Ziel ist es, die kommunale Wärmeplanung zügig und konsequent umzusetzen. Neben der Fernwärme, die wir nachhaltiger gestalten müssen, fördern wir dezentrale Lösungen. Die Umsetzung soll in enger Abstimmung mit Energieunternehmen erfolgen, damit Planungssicherheit für Investitionen in Heizungen und Sanierungen entsteht.
Wir setzen uns für die Erstellung eines klaren Konzepts zum geordneten Ausstieg aus dem Gasnetz ein, damit die Netzkosten nicht zur Kostenfalle werden. Ziel ist es, rechtzeitig Alternativen für alle Quartiere zu schaffen. Für die schrittweise Stilllegung der Gasverteilnetze soll den Bürger*innen transparent dargestellt werden, in welcher Reihenfolge und in welchen Stadtteilen die Gasverteilnetze perspektivisch unwirtschaftlich werden und daher abzulösen sind.
Wir wollen moderne Lösungen für die Energieversorgung direkt in den Stadtteilen voranbringen. Dabei geht es nicht nur um große Industrieanlagen, sondern um konkrete, alltagstaugliche Lösungen für die Wärme vor Ort. Wir setzen auf Technologien wie Großwärmepumpen, Geothermie und die Nutzung von Abwärme aus Betrieben für ganze Quartiere. Denn Energiepolitik endet nicht an der Steckdose. Strom, Wärme und Industrie müssen zusammen gedacht werden.
Die Wärmewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, das nur gelingt, wenn sie sozial ausgewogen gestaltet wird. Wir setzen uns dafür ein, dass Klimaschutz bezahlbar und preiswert bleibt und alle Menschen die Möglichkeit haben, daran teilzuhaben.
Wir haben vor, den Gasausstieg durch eine vorausschauende Wärmeplanung sozial verträglich zu gestalten. Unser Ziel ist es, Bürger*innen vor unrentablen fossilen Fehlinvestitionen und künftigen Kostenfallen zu schützen. Wir wollen städtische Förderungen so ausweiten, dass der Zugang zu erneuerbaren Energien und günstigeren Tarifen direkt dort ermöglicht wird, wo Energiearmut droht. So stellen wir sicher, dass alle Braunschweiger*innen von der Energiewende finanziell profitieren. Dennoch entstehende soziale Härten wollen wir angemessen abfedern.
Die Wärmewende braucht ausreichend Fachkräfte und ein starkes Handwerk vor Ort. Deshalb setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und wollen Zukunftstechnologien rund um erneuerbare Energien und Green Tech stärker erlebbar machen. So wecken wir Interesse, gewinnen Nachwuchs und stärken die Ausbildung im Handwerk gezielt.
Wir wollen, dass Braunschweig selbst stärker Energie erzeugt, zum Beispiel durch eigene Anlagen für erneuerbare Energien wie Solar, Wärme oder Windkraft oder Beteiligungen daran. Andere Kommunen zeigen, dass das funktioniert und langfristig für stabile Preise sorgt. Eigene Energieerzeugung macht unabhängiger, schafft Einnahmen für die Stadt und hilft, die Wärmewende bezahlbar zu gestalten.
Braunschweig und die Region sollen durch die Energiewende enger zusammenwachsen. Die Sonne ist eine unserer wichtigsten verfügbaren Energiequellen, ihr Potenzial wollen wir in Braunschweig deutlich stärker nutzen. Dächer, Fassaden und Freiflächen bieten große Chancen für saubere Energie, die wir konsequent erschließen wollen. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) muss dabei endlich entschlossen umgesetzt werden.
Wir setzen uns dafür ein, den Ausbau von Photovoltaik auf allen geeigneten städtischen Liegenschaften deutlich zu beschleunigen. Dabei wollen wir die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG gezielt einbinden, stärken und weiter ausbauen. Sie wurde gemeinsam von Stadt, Unternehmen und weiteren Partnern gegründet, um den Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere von Photovoltaik – voranzutreiben. So können Projekte schneller umgesetzt, Bürger*innen beteiligt und die Energiewende vor Ort konkret vorangebracht werden.
Unser Ziel ist es, Nachbarschaften und Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern dabei zu unterstützen, Energiegemeinschaften zu bilden. Dafür wollen wir prüfen, wie die Stadt gezielt unterstützen kann – etwa durch bessere Beratung oder passende Förderangebote. So sollen Strommodelle für Mieter*innen und gemeinschaftliche Eigenversorgung einfacher werden und sich stärker verbreiten.
Wir setzen uns für schnellere Verfahren und aktive Planung bei PV-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern auf städtischen Flächen ein. Die kombinierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen mit Photovoltaik soll erleichtert werden. Gleichzeitig wollen wir die ausgewiesenen Windkraftflächen konsequent nutzen. Wichtig ist uns, dass die Wertschöpfung vor Ort bleibt und die Menschen in den betroffenen Stadtteilen einbezogen werden – etwa bei der Verwendung der Akzeptanzabgabe.
Balkon-Photovoltaik-Anlagen (PV) ermöglichen auch Mieter*innen einen einfachen Einstieg in die eigene Stromerzeugung. Wir wollen bestehende Förderungen überprüfen und gezielt weiterentwickeln, damit möglichst viele Haushalte von günstigem Strom profitieren können.
Städtische Gebäude sollen Vorbilder für Klimaschutz, gute Nutzung und verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln sein. Dafür brauchen wir schnelle Effizienzmaßnahmen, langfristige Sanierungen und ein Gebäudemanagement, das Zustand, Energieverbrauch und Modernisierungsbedarf verlässlich im Blick hat.
Wir setzen uns dafür ein, sofort umsetzbare Effizienzmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden zu identifizieren und umzusetzen.
Unser Ziel ist es, Schulen, Sportanlagen und andere städtische Einrichtungen umfassend energetisch zu sanieren. Das spart nicht nur CO2 und Kosten, sondern sorgt auch für ein besseres Lernumfeld für unsere Kinder.
Wir wollen das Gebäudemanagement der Stadt transparenter und verlässlicher machen. Zuständigkeiten müssen klar sein, Modernisierungen schneller umgesetzt und Gebäude regelmäßig auf ihren Zustand, Energieverbrauch und Sanierungsbedarf geprüft werden. Smart Meter können dabei helfen, Energieverbräuche sichtbar zu machen und Einsparpotenziale gezielt zu nutzen.
Hier kannst du ganze Kapitel als PDF runterladen: Kapitel 2: Unsere Energie für Braunschweig - sicher, lokal und klimaneutral
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