Braunschweigs Kulturszene ist so vielfältig wie seine Bürger*innen. Wir setzen uns dafür ein, diese Vielfalt durch verlässliche Förderung und neue Räume zu sichern.
Wir setzen uns für den Erhalt der Basisförderung für vielfältige Kulturangebote ein. Kostenintensive Großprojekte stehen für uns nicht im Vordergrund. Bei den Planungen zum „Haus der Musik“ steht für uns die kulturelle Bildungsarbeit und die angemessene und langfristige Unterbringung der Musikschule an erster Stelle. Zudem müssen bestehende Aufgaben, wie die anteilige städtische Sanierung des Staatstheaters, Vorrang haben.
Teilhabe darf keine Frage des Einkommens oder der Herkunft sein. Wir setzen uns für inklusive Kulturorte und -angebote ein, die alle Menschen mit einbeziehen und zur Partizipation einladen. Wir machen uns stark dafür, alle Kultureinrichtungen barrierefrei zu gestalten. Die Quartiersstrukturen wollen wir fördern, um auf die Menschen vor Ort einzugehen und Kultur in der unmittelbaren Umgebung zu ermöglichen.
Wir fordern die aktive Aufarbeitung der Rolle Braunschweigs in der Kolonial- und NS-Zeit. Erinnerungskultur, Geschichtsverständnis und postkoloniale Strukturen der Gegenwart sollen sichtbar werden durch Kooperationen mit Museen, neuen Bildungsangeboten und Stadtführungen. Zudem möchten wir die Verknüpfung von Demokratiebildung und Kulturarbeit weiter fördern.
Die Kulturförderrichtlinien müssen überarbeitet werden und so mehr Menschen ermöglichen, von städtischen Mitteln zu profitieren. Durch gezielten Bürokratieabbau, Digitalisierung und die Vereinfachung der Verfahren kann so mehr Menschen kulturelle Teilhabe ermöglicht werden.
Unser Ziel ist es, Leerstände in der Innenstadt und den Quartieren für Ateliers, Proberäume oder kleine Bühnen zu öffnen.
Sport ist eine tragende Säule unseres Zusammenhalts - das gilt sowohl für unsere Sportvereine als auch für den selbstorganisierten Sport. Unser Ziel ist es, die sportliche Infrastruktur modern und für alle zugänglich zu gestalten.
Wir machen uns stark für eine Sanierungsoffensive für Sportplätze, Hallen und Umkleiden. Wir stehen zu unserem Mehrzweckstadion für Profifußball und Leichtathletik. Modernisierung oder Neubau stehen wir offen gegenüber und setzen auf einen engen Dialog mit Eintracht Braunschweig und anderen Nutzungsgruppen. Wir wollen den Sporthallenausbau beschleunigen und durch die Einführung digitaler Schließsysteme und smarter Zugriffsrechte die Nutzung der Gebäude effizienter und flexibler gestalten.
Wir bauen vielseitige Sportareale und Familiensportzentren aus, die Angebote für alle Generationen bündeln. Dazu muss auch das Bad Gliesmarode als moderne Institution für Familien und Vereine gehören.
Wir fördern Sport unabhängig von Geldbeutel und festen zeitlichen Verbindlichkeiten. Wir setzen uns für neue, frei zugängliche Angebote wie Basketball-, Parkour- oder Calisthenicsplätze ohne zeitliche Beschränkungen im öffentlichen Raum ein.
Wir wollen die breite Sportvereinslandschaft im engen Dialog mit den Vereinen zukunftsfähig aufstellen. Wir setzen uns dafür ein, Sportvereine als Orte der Vielfalt zu stärken. Durch gebündelte Unterstützungsangebote und eine bessere Vernetzung der Vereine untereinander wollen wir die soziale Integrationskraft des Sports voll ausschöpfen.
Wir setzen uns dafür ein, dass Sportvereine fest in die Ganztagsprogramme aller Schulen integriert werden. Damit ermöglichen wir Kindern einen einfachen Zugang zu Bewegung und sichern ein vielfältiges Sportangebot auch an kleinen Schulen.
Wir setzen uns weiterhin konsequent dafür ein, dass Präventionsmaßnahmen vor Gewalt im Sport ausgeweitet werden. Sport soll ein sicherer Raum für alle sein, weshalb wir Konzepte zum Schutz vor allen Formen der Gewalt gezielt fördern und in der Vereinslandschaft noch fester verankern wollen.
Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, am Leben in unserer Stadt teilzunehmen, unabhängig vom Geldbeutel, von Herkunft oder Lebenssituation. Dafür wollen wir Zugänge zu Sport, Kultur und Bildung erleichtern. Gleichzeitig lebt Braunschweig vom Engagement vieler Menschen, die sich in Vereinen, Initiativen, Nachbarschaften und sozialen Projekten einbringen. Dieses Ehrenamt hält unsere Stadt zusammen. Damit es lebendig bleibt, braucht es gute Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und sichtbare Anerkennung durch die Stadt.
Unser Ziel ist es, die Nutzung von Leistungen aus Bildung und Teilhabe (BuT-Quote) zu erhöhen, damit mehr Menschen mit geringem Einkommen Zugang zu Sport, Kultur und Bildung erhalten. Zudem setzen wir uns für kostenfreie oder ermäßigte Zugänge zu städtischen Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten ein, insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche.
Wir möchten zusätzliche Vorteile für ehrenamtliches Engagement etablieren und beispielsweise die Ehrenamtskarte attraktiver gestalten. Wir setzen uns für die kostenlose ÖPNV-Nutzung an Wochenenden ein und fordern eine Verbesserung von Schulungs- und Fortbildungsangeboten.
Wir wollen die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt verbessern und bürokratische Hürden abbauen. Dazu gehört auch die gezielte Stärkung von Initiativen, die Ehrenamtliche beraten, vermitteln und miteinander vernetzen.
Hier kannst du ganze Kapitel als PDF runterladen: Kapitel 9: Sport, Kultur und Ehrenamt: Unser Einsatz für Braunschweig
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